Gaskosten-Rechner: "Meine Heizkosten bis 2045"

Mit wenigen Klicks wird eine Prognose der Heizrechnungen bis zum Jahr 2045 berechnet: Auf welche Gaskosten sollte ich mich einstellen, in Euro gerechnet? Wie schneidet im Vergleich eine Wärmepumpe ab?

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Die Angaben im Gaskosten-Rechner erfolgen ohne Gewähr.

Alle Daten & Quellen (siehe unten) wurden sorgfältig geprüft. Fehler sind jedoch nicht ausgeschlossen; wir bitten um Hinweise per E-Mail.  

Energiepreise, Gebäudestandards und staatliche Förderungen werden auf Basis von Durchschnittswerten berechnet. Die tatsächlichen Werte können je nach Gebäude, Region und individuell vereinbarten Preisen abweichen.

Von welcher Ausgangslage geht der Gaskosten-Rechner aus?

Der Gaskosten-Rechner geht davon aus, dass das alte Heizsystem durch ein neues ersetzt wird – entweder eine neu installierte Gasheizung oder eine Wärmepumpe. Hintergrund: Gasheizungen haben eine durchschnittliche Lebensdauer von 15 bis 25 Jahren, doch fast ein Drittel aller Heizungen in Deutschland ist bereits älter als 20 Jahre (BDEW,2025).
Durch die Eingabe der Wohnart, Wohnfläche, des Energieverbrauchs oder des Dämm-/Sanierungszustands des Gebäudes wird eine Prognose für die Heizkosten für die Jahre 2026 bis 2045 auf Basis von offiziellen Durchschnittswerten aus bundesweiten Daten und Studien ermittelt.  

Heizen mit Gas: Wie setzen sich die Kosten zusammen?

Die jährlichen Kosten setzen sich zusammen aus:

    • Energiekosten im Betrieb der Gasheizung: Individueller Verbrauch multipliziert mit dem Gaspreis pro Kilowattstunde (kWh).
    • Investitionskosten: Die Anschaffung und Installation eines neuen Gaskessels kostet für ein Einfamilienhaus durchschnittlich 10.980 Euro. Bei Mehrfamilienhäusern werden 29 Euro pro Quadratmeter angesetzt (Bundeswirtschaftsministerium für Wirtschaft und Energie, 2023, S. 46/59). Diese Kosten werden gleichmäßig auf 20 Jahre verteilt. 
    • Wartungskosten im Betrieb der Gasheizung: Sie werden aus Mittelwerten des Heizspiegels 2025 und Angaben von Bosch berechnet. 
    • Umfeldmaßnahmen beim Einbau einer Gasheizung sind alle notwendigen Arbeiten, die rund um den eigentlichen Austausch des Heizkessels anfallen, um die neue Anlage funktionsfähig zu machen oder die Effizienz zu steigern (WWF Deutschland, 2024, S. 59). Diese Kosten werden gleichmäßig auf 20 Jahre verteilt. 
          Heizen mit Wärmepumpe: Wie setzen sich die Kosten zusammen?

          Die jährlichen Kosten setzen sich zusammen aus: 

          • Stromkosten im Betrieb der Wärmepumpe: Individueller Verbrauch multipliziert mit dem Strompreis.
          • Investitionskosten: Die Anschaffung und Installation einer Wärmepumpe kostet für ein Einfamilienhaus durchschnittlich 28.620 Euro. Bei Mehrfamilienhäusern werden 115 Euro pro Quadratmeter angesetzt (Bundeswirtschaftsministerium für Wirtschaft und Energie, 2023, S. 56/59). Diese Kosten werden gleichmäßig auf 20 Jahre verteilt.
            Reduziert um mögliche staatliche Förderungen von 30 % Grundförderung + 20 % Geschwindigkeitsbonus. Bei Einfamilienhäusern mit einem Haushaltsjahreseinkommen von weniger als 40.000 Euro pro Jahr wird zusätzlich ein Einkommensbonus von 30 % eingerechnet. Die Summe aller Förderungen darf 70 % der förderfähigen Kosten nicht übersteigen (Bundesverband der Verbraucherzentrale, 2026). 
          • Wartungskosten im Betrieb der Wärmepumpe: Sie werden aus Mittelwerten des Heizspiegels 2025 und Angaben von Bosch berechnet.
          • Umfeldmaßnahmen beim Einbau einer Wärmepumpe sind alle notwendigen Vorbereitungs- und Anpassungsarbeiten am Gebäude und Grundstück, damit die Wärmepumpe effizient, leise und zuverlässig funktioniert (WWF Deutschland, 2024, S. 59). Diese Kosten werden gleichmäßig auf 20 Jahre verteilt. 
          • Sanierungskosten bei hohem Energiebedarf:
 Bei schlecht gedämmten Gebäuden können zusätzliche Sanierungsmaßnahmen nötig sein. Diese Kosten werden auf 40 Jahre verteilt.

            Hinweis: Die Installation einer Wärmepumpe wird nur dann gefördert, wenn diese Pumpe einen hohen Effizienzwert (gemessen an der sogenannten Jahresarbeitszahl) hat. Die Berechnungen des Gaskostenrechners setzen voraus, dass die notwendigen Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden, um eine Jahresarbeitszahl von 3 zu erreichen und die Förderung in Anspruch nehmen zu können. Das bedeutet konkret:

            • Bei sehr schlecht sanierten Gebäuden: Dämmung der obersten Geschossdecke, der Fassade und des Kellers. Diese Maßnahmen senken die Heizkosten um etwa 37 % (WWF DeutschlandEnBW, co2online). 
            • Bei unsanierten Gebäuden: Dämmung der obersten Geschossdecke und Austausch aller Fenster. Diese Maßnahmen senken die Heizkosten um rund 22 % (WWF DeutschlandEnBW, co2online). 
              Von welcher Strom- und Gaspreisentwicklung wird ausgegangen?

              Der Gaspreis setzt sich zusammen aus Beschaffung & Vertrieb, Netzentgelten, Steuern, Abgaben und Umlagen. Dabei wird der Anteil für Vertrieb und die Beschaffung mit 6,65 ct/kWh (BDEW, 2026) als konstant angenommen. Für die Netzentgelte wird ein Preisanstieg von 2,33 ct/kWh (2025) bis 22 ct/kWh (2045) prognostiziert (Frauenhofer Institut IFAM, 2025, S. 17). Der CO2-Preis steigt moderat um 10€/t pro Jahr (2025: 55€; 2045: 255€) bei einem Emissionsfaktor von Gas von 201 gCO2/kWh (Verbraucherzentrale NRW, 2026). Alle weiteren Steuern, Abgaben und Umlagen bleiben konstant. Der Anstieg des Gaspreises ist vor allem auf den Preisanstieg der Netzentgelte zurückzuführen. 

              Der Strompreis setzt sich aus Beschaffung, Vertrieb, Netzentgelte, Mehrwertsteuer, Stromsteuer und weiteren kleineren Preisbestandteilen zusammen. Die Preisentwicklung basiert auf dem in der Ariadne Studie dargestellten Szenario der höheren Netzentgelte (Ariadne Studie, 2025, S. 71). Für die Strompreisentwicklung für Haushalte bedeutet dies einen Rückgang von 0,34 ct/kWh (2026) auf 0,25 ct/kWh (2045). 

              Welche „Jahresarbeitszahl“ und welche „Annuitäten“ sind eingerechnet?
              • Die Jahresarbeitszahl (JAZ) gibt an, wie viel Kilowattstunden (kWh) Wärmeenergie die Heizung aus einer kWh Strom über das gesamte Jahr erzeugt. Im Gaskostenrechner wird mit einer Jahresarbeitszahl von 3 für Gebäude mit stattgefundener Sanierung bzw. 3,5 für ein neu gebautes Gebäude gerechnet. 
              • Die Annuität bei einer Heizung ist eine Methode, um die Gesamtkosten eines neuen Heizsystems über dessen gesamte Lebensdauer vergleichbar zu machen.
                • Annuität für Sanierungsmaßnahmen: 40 Jahre 
                • Annuität für Heiztechnik (Wärmepumpe, Gasheizung und Umfeldmaßnahmen): 20 Jahre 
              In der Mietwohnung: Warum zeigt mein Ergebnis einen Preissprung der Wärmepumpe im Jahr 2032?

              Vermieter dürfen bei einer Sanierung und Wärmepumpen-Anschaffung laut Gesetz einen Teil der Kosten als „Modernisierungsumlage“ auf Mieter umlegen. Diese sind in den ersten sechs Jahren gedeckelt, dürfen danach (in der Ergebnisgrafik oben also im Jahr 2032) mit höheren Beträgen umgelegt werden. So erklärt sich der Preissprung. Betrachtet man die Gesamtkosten bis 2045, bleibt das Fazit aber unverändert: Gaskosten steigen stark und eine Wärmepumpe spart Geld – auch für Mieter. Diese Ersparnis ist dank staatlicher Förderung umso höher, je früher Vermieter das Heizen mit Gas beenden und auf eine Wärmepumpe umsteigen.

              Wie wird die „Modernisierungsumlage“ für Mietwohnungen eingerechnet?

              Laut Gesetz dürfen Investitions- und Sanierungskosten des Hauseigentümers – die sogenannte Modernisierungsumlage – für eine Mietwohnung nur zu einem bestimmten Anteil auf Mieterinnen und Mieter übertragen werden. 

              Die gesetzlich geregelte Modernisierungsumlage beschränkt den Anteil der übertragbaren Kosten für Sanierung auf maximal 8 % und legt eine Obergrenze von maximal 3€ pro Quadratmeter für die ersten sechs Jahre fest (§559 BGB). 

              Beim Heizungsaustausch ist die Modernisierungsumlage auf maximal 10 % mit einer Obergrenze von 0,50€ pro Quadratmeter für die ersten sechs Jahre festgelegt (§559 BGB). Nach sechs Jahren (in der hier dargestellten Rechnung also ab 2032) fällt die so genannte „Kappungsgrenze“ weg und Vermieter dürfen einen größeren Teil ihrer Investitionen in Heiztechnologie auf die Mieter umlegen.

              Der Gaskostenrechner berücksichtigt deshalb die Kosten und Dauer, die im Falle einer Umrüstung von den Mietern maximal getragen werden müssen.